Großunternehmen

Continental – Reifentradition aus Hannover

Continental – der Name ist der Inbegriff für Reifen. Die stellt der Konzern auch heute noch für Fahrzeuge aller Art her. Doch darüber hinaus sind in dem Unternehmen, das 1871 in Hannover gegründet wurde, weitere Bereiche wie Fahrsicherheit und Automobilbauzubehör wichtige Geschäftsfelder.

Die Zentrale der Continental AG hat ihren Sitz unverändert in der Vahrenwalder Straße in Hannover. Dort wurde das Unternehmen am 8. Oktober 1971 als „Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie“ von mehreren Geschäftsleuten als Aktiengesellschaft gegründet. Heute ist Continental ein internationaler Konzern mit über 200 Standorten in 53 Ländern auf allen Kontinenten. Es sind rund 190.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, 8.000 davon in Hannover. Der Stadt ist das Unternehmen auch auf sportlicher Ebene verbunden: Continental ist einer der Top-Sponsoren des Bundesligavereins Hannover 96.

Erst Reifen, dann mehr

In den ersten Jahrzehnten der Firmengeschichte profiliert sich Continental als Hersteller von Reifen für Pkw, Lkw und Zweiräder. Zahlreiche Innovationen und Patente treiben das Geschäft voran. Continental-Produkte spielen aber auch in den Anfangstagen der Luftfahrt eine Rolle: Ballonstoff aus dem Werk wird für die Gaszellen von Zeppelinen genutzt, 1909 überquert der Franzose Louis Blériot den Ärmelkanal mit einem Flugzeug, das mit Continental-Aeroplanstoff bespannt ist.

In den Fünfzigerjahren werden die Geschäftsfelder ausgeweitet, unter anderem mit der Produktion von Transportbändern und Luftfederbälgen. Mit der Errichtung eines Reifenwerks in Sarreguemines, Frankreich, im Jahr 1964 beginnt eine langfristige internationale Expansion, erst in Europa, dann in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.

Einer der weltweit größten Automobilzulieferer

Heute ist die Continental AG nach eigenen Angaben einer der fünf größten Automobilzulieferer weltweit und bietet Bremssystemen, Antriebs- und Fahrwerkkomponenten, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technische Elastomerprodukte an. Auch auf dem Gebiet des vernetzten Autos ist das Unternehmen in der Entwicklung aktiv.

Die Continental AG ist in zwei Unternehmensgruppen unterteilt. Zur „Automotive Group“ gehören:

  • Chassis & Safety entwickelt und produziert Technologien für die aktive und passive Fahrzeugsicherheit und Fahrdynamik.
  • Powertrain arbeitet an zukunftsorientierten Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von Fahrzeugen aller Klassen.
  • Interior umfasst sämtliche Entwicklungen und Produkte, die Darstellung und Verwaltung von Informationen im Fahrzeug betreffen. Das Ziel sind sicherere, umweltfreundlichere und komfortablere Fahrzeuge.

Die „Rubber Group“ vereint folgende Bereiche:

  • Reifen – das klassische Kerngeschäft von Continental. Die passenden Reifen für Fahrzeuge und Zweiräder aller Art und für jede Witterung.
  • ContiTech – die Zulieferersparte für den Automobilbau und weitere Industrien. Zum Angebot gehören Entwicklung und Produktion von Funktionsteilen und Komponenten.

Die Megatrends der Continental AG

Wie entwickelt sich das Unternehmen weiter? Für die Zukunft der Konzerntätigkeiten hat Continental vier Megatrends definiert und die Tätigkeit entsprechend ausgerichtet:

  • Sicherheit – die Vision ist das unfallfreie Fahren. Dafür arbeitet das Unternehmen an aktiven und passiven Sicherheitssystemen.
  • Umwelt: Mit innovativen Produkten soll der Kohlendioxidausstoß von Fahrzeugen gesenkt werden – unter anderem durch effizientere Antriebssysteme und die Reduzierung von Gewicht.
  • Information: Die Verbesserung des Informationsflusses inner- und außerhalb des Fahrzeuges. Dafür entwickelt Continental an passenden Technologien und integrierten Systeme
  • Kostengünstige Fahrzeuge: Als großer Automobilzulieferer ist Continental auch an der weiteren Entwicklung kleinerer und günstiger Fahrzeuge beteiligt – „Affordable Cars“.

Bild: Copyright Continental AG

 

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